Phase3

Mit dem Wohnmobil unterwegs

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Home Reisetagebuch Südamerika 6) Chungungo - Paso Mamuil Malal

Reiseabschnitt vom 21.06.2009 bis zum 27.09.2009

Start der Etappe in Chungungo bis zur Ankunft in Paos Mamuil Malal.

 

21.06.2009

Sommersonnwende in Europa – Wintersonnwende in Südamerika. Ihr habt schön gefeiert?
Die Mapuche feiern am 23. Juni Neujahr: We Tripantu
Jetzt steigt die Sonne bei uns wieder höher! Unsere Wanderung nach Süden beginnt – aber langsam.

Weit sind wir nicht gekommen.

Kurz vor Caleta finden wir ein Plätzchen und gehen durch eine der vielen trockenen Quebradas. Das sind Trockentäler, die nur bei einem der sehr seltenen Regengüsse etwas Wasser führen. Sogar jetzt, im Winter, ist fast alles trocken.

Gelegentlich sieht man aber schon die ersten Blumen und Blüten an den niedrigen Sträuchern und Stauden.



Wir finden den Pfotenabdruck eines katzenartigen Tiers – vielleicht ein Puma (chen)?, Ziegenschädel, richtig grüne Pflanzen, Gras, kleine Tümpel,

das einsamste Klohäuschens Chiles, ein verlassenes Haus mit dem Küchenherd und angrenzendem Viehgatter und je näher wir der Piste kommen die Abfallhäufen des Homo sapiens müllensis.
 Als wir zurückmarschieren meint Paul: “Was steht denn da drüben am Berg“? Unbeweglich, aber sehr präsent – auf jeden Fall war es noch nicht da, als wir uns auf den Weg gemacht haben. „Fata Morgana, Halluzination – da steht wirklich was“, gebe ich zur Antwort. So sehr ich mich anstrenge – es bleibt ein Rätsel. Weiter links am Hang, zischt es plötzlich und setzt sehr selbstbewusst einen Haufen. Esel! Und unsere Fata Morgana sind Esel im Doppelpack unbeweglich, irgendwie quadratisch auf Stelzen. Und dann haben wir eine kleine Herde beisammen, die interessiert zu uns herüber linst. Wozu Esel? Wer braucht hier Esel? Eigentlich fällt mir dazu nur „Salami“ ein.  Aber so viele laufen dann auch wieder nicht rum…Egal – lasst es euch gut gehen, Grautiere, lasst euch nicht verwursten.

 

22.06.2009


Am Strand von La Serena, düsen wir an einem Schweizer Womo vorbei. Leider niemand zu sehen! Also gleich weiter auf unseren bewährten Parkplatz gegenüber vom El Grifo.

Kriegsrat: Mit unserem Visum können wir nur noch bis 10. August in Chile bleiben. Was tun? Es ist dann mitten im Winter und da über die Anden nach Argentinien? Eigentlich haben wir dazu keine Lust. In Frage kommt nur der Pass hinter Santiago, der Christo Redentor. Der ist ziemlich hoch und unser Reiseführer erzählt was von: „Ab erstem Schneefall im Herbst ist er zu“. „Wie wäre es mit einer Visaverlängerung? 30 Tage sind möglich und  man kann das in jeder Provinzhauptstadt bekommen. La Serena ist Provinzhauptstadt“, schlage ich vor. „Gobernacion provincial heißt die Behörde“. „Zwei Monate wären perfekt“, ergänzt Paul. „Also probieren wir es morgen“.
 


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