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Home Reisetagebuch Südamerika 5) Esquel - Chungungo

Reiseabschnitt vom 07.03.2009 bis zum 20.06.2009

Start der Etappe in Esquel bis zur Ankunft in Chungungu.

 

 

07.03.2009

Gaaanz besonders clever wollen wir es anstellen und den Eintrittspreis für Los Alerces umgehen. Und es hat uns eiskalt erwischt, trotz Rumbummeln und Warten bis es dunkel und dunkler wird. Die sind nach 21.00 Uhr immer noch da! Also löhnen wir und parken gleich neben dem Rangerhaus. Zumindest für die, die nach uns kommen: Wartet bis 21.30 Uhr und morgens nicht später als 7.00 Uhr. Die Damen von der Kasse kommen gegen 7.35 Uhr.

Bevor wir den Park stürmen, mache ich ein Interview mit dem diensthabenden Ranger, so mit Block und Kuli. Er ist sehr hilfsbereit, als ich ihm erzähle, dass ich auch fürs Internet schreibe, Touristinformationen. Logisch, dass ich ihn auch nach den unterschiedlichen Eintrittspreisen befrage. Es ist das erste Mal, dass ich jemanden treffe, der der Meinung ist, dass diese Preise absolut kontraproduktiv sind. Er steht sogar auf und holt mir die Dienstanweisungen des Secretaria de Turismo y Deporte, Presidencia de la Nacion: www.turismo.gov.ar  Das ist die Beschwerdeadresse!

Von ganz oben werden die Eintrittspreise für jeden Nationalpark festgelegt und der hat sich um einiges jedes Jahr erhöht. Zum Beispiel haben Touristen im Jahr 2002 für den Eintritt hier 12 Pesos bezahlt. Ich erfahre auch, dass das seit der Ökonomiekrise des Landes so geregelt wird.

Also Leute, wir helfen dem Land aus seiner finanziellen Misere, an der sich, trotz unseres zahlungskräftigen Zutuns nix ändern wird. Seid weiterhin kreativ!


Wir lieben diesen Park auf den ersten Blick! Es ist grün, kaum Wind, Seen - eine herrliche Ruhe empfängt uns.
Unser erster Weg ist Villa Futalaufquen, der kleine, verschlafene Ort am gleichnamigen See.

Araukarienallee mit männlichen und weiblichen Bäumen, wo wir gleich eine Einkaufstasche voll mit Kernen der riesigen Zapfen sammeln. Da sind versteckte Häuschen, ein Campingplatz für 20 Pesos pro Person, Telefon, aber kein Internet. Wir wählen „Las Roccas“ Camping libre inmitten von Hundsrosen, Maiten- und Zypressenbäumen, nahe am See.

Direkt am Ortseingang Villa Futalaufquen ist links ein kleiner Park und hinten gibt es ein paar Felszeichnungen hoch über dem Steg.


Und in einer geschützten Ecke die letzten Amancayblüten.

 

10.03.2009

Was tut man, wenn man einen schönen Platz, gutes Wetter und seine Ruhe hat? Na? Einwegoverall anziehen, Unterbodenwäsche, Womo abschmieren, Wäsche waschen, kleine Reparaturen erledigen und zwischendurch feststellen – Mensch, isch des schee dohanna! Paul sieht in seinem weißen Einweganzug aus wie ein Nandu mit gestäubten Federn. Überall steckt trockenes Gras im Overall!

Mit Gabriela und Katharina aus Kreuzlingen am Bodensee haben wir heute zwei nette Nachbarinnen bekommen. Obwohl, es hat schon eine Weile gedauert, bis sie etwas zugänglicher wurden.

Sie sind seit 6 Monaten unterwegs mit Zelt und Rucksack. So wie wir waren sie meist in Patagonien unterwegs. Viel mit Pferden, öffentlichen Verkehrsmitteln und als Trekkerinnen. „Manche Plätze erreicht man einfach nicht auf diese Reiseart“, stellt Katharina fest. „Zum Beispiel den Nationalpark Perito Moreno. Der ist zu abgelegen“, ergänzt Gabriela. Navigation ist ein weiteres Thema und die Erfahrung schon mal ohne Orientierung ganz schön einsam in der Pampa zu stehen – da hat jeder seine Geschichte zu erzählen. Für den Nationalpark Los Alerces haben sie sich den Luxus eines Mietwagens geleistet.

 


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